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Das Rucksackproblem
Eine mathematische Modellierung einer alltäglichen
Situation: Geht ein Bergsteiger auf eine mehrtägige Wanderung, hat er sich reiflich zu
überlegen, welche Dinge er unbedingt mitführen sollte. Dabei muß er die
begrenzte Tragefähigkeit seines Körpers beachten, sein Rucksack sollte also
nicht zu schwer sein.
Kann unser Bergsteiger unter n Gegenständen auswählen, hat jeder Gegenstand
j eine bestimmte Masse mj und einen für die Wanderung wichtigen,
nicht unbedingt nur materiellen Wert wj, ergibt sich somit ein
Optimierungsproblem. (Der Wert eines Gegenstandes läßt sich sicherlich mit Hilfe eines Beispiels
erfassen. Man überdenke nur die Nützlichkeit von Schlafsäcken und
Sonnenschirmen für eine Bergwanderung.)
Zusätzlich wollen wir das Fassungsvermögen des Rucksacks außer Acht lassen
und annehmen, dass der Bergsteiger höchstens eine Masse von b kg mit sich
herumschleppen kann.
Rucksackproblem:
Gesucht sind die Werte xj, (j = 1,…, n) mit
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xj :=
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{
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1,
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wenn der Gegenstand j in den Rucksack kommt,
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0,
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wenn der Gegenstand j nicht in den Rucksack kommt
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n
∑
j = 1
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wj xj
= Max!
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(5)
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n
∑
j = 1
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mj xj
≤ b
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und
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xj = 0 oder 1.
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(6)
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Die Zielfunktion (5) kennzeichnet, dass der Rucksack bei der Wanderung
den größtmöglichen Wert enthält, die Nebenbedingung (6) sorgt dafür,
dass die zulässige Masse nicht überschritten wird und gebietet die
Ganzzahligkeit der Anzahl der Gegenstände.
Wählt man xj ganzzahlig auch größer als 1, so kann der Fall
beschrieben werden, dass mehrere gleichartige Gegenstände im Rucksack einen Platz
erhalten.
Dieses Optimierungsproblem ist ein Problem aus der Diskreten Optimierung,
man kann es bspw. durch Zerlegung in Teilprobleme lösen.
Interessant ist die Frage der Ermittlung des Wertes der
einzelnen Gegenstände, ein Problem, dass nicht unbedingt
mathematischer Natur ist, jedoch in die Problemdiskussion mit
einbezogen werden sollte.
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